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UTM-Links für Agenturen: Kundenkampagnen sauber führen

Für Agenturen 5 Minuten Stand November 2026

Eine Agentur baut UTM-Links nicht für sich, sondern für ihre Kunden. Jeder Kunde hat eigene Websites, eigene Regeln und eigene Berichte, und jeder will wissen, was seine Kampagne gebracht hat. Wer viele Kunden betreut, braucht deshalb zweierlei: einen Ablauf, der bei allen gleich ist, und Daten, die sauber beim jeweiligen Kunden bleiben. Dieser Leitfaden zeigt, wie beides zusammengeht.

Jeder Kunde hat seine eigene Konvention

Die Namenskonvention gehört dem Kunden, nicht der Agentur, genau wie seine Links, Ergebnisse und Dokumentation. Sie legt fest, wie seine Quellen, Medien und Kampagnen heißen, und sie muss auch dann noch gelten, wenn die Agentur längst gewechselt hat. Ein Kunde, der seit Jahren newsletter mit dem Medium email schreibt, soll in seinen Berichten keine neue Schreibweise finden, nur weil eine neue Agentur übernommen hat.

Für Sie als Agentur heißt das: Sie bringen Erfahrung mit, aber keine eigene Taxonomie, die Sie jedem Kunden überstülpen. Gibt es beim Kunden schon eine Konvention, arbeiten Sie danach. Gibt es keine, schlagen Sie eine vor, gern aus Ihrer Erfahrung, und beschließen die Konvention gemeinsam mit dem Kunden. Was in eine gute Konvention gehört, beschreibt der Leitfaden UTM-Namenskonvention für Teams und Agenturen.

Der Agenturname gehört nicht in Quelle oder Medium

Ein häufiger Fehler: Die Agentur schreibt sich selbst in den Link, etwa utm_source=nordlicht oder utm_medium=agentur. Für den Kunden zerfällt dadurch ein Kanal in mehrere Zeilen. Der Newsletter, den sein eigenes Team verschickt, und der Newsletter, den die Agentur betreut, stehen getrennt im Bericht, obwohl es derselbe Kanal ist. Wechselt die Agentur, kommt eine weitere Zeile dazu, und Zeitreihen reißen ab.

Quelle und Medium beschreiben, woher ein Besuch kommt, nicht, wer den Link gebaut hat. Wer für eine Kampagne verantwortlich ist, halten Sie an anderer Stelle fest: im Briefing, in der Kampagnenplanung oder in dem Werkzeug, in dem die Links entstehen.

Ein Ablauf für alle Kunden

Die Werte unterscheiden sich von Kunde zu Kunde, der Ablauf sollte es nicht. Läuft jeder Start nach demselben Muster, kann jede Person im Team jeden Kunden übernehmen, und Fehler fallen auf, weil sie vom Muster abweichen. Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  1. Briefing: Ziel, Zeitraum, Kanäle und eine verantwortliche Person stehen fest, bevor der erste Link entsteht.
  2. Links nach der Konvention des Kunden: Fehlt ein Wert, fragen Sie ihn beim Kunden an, statt ihn selbst einzuführen.
  3. Prüfung jedes Links: Die Zielseite ist erreichbar, die Parameter überstehen Weiterleitungen, das Tracking sitzt auf der Seite.
  4. Testbesuch: Ein Besuch kommt in der Analyse des Kunden mit den erwarteten Werten an.
  5. Dokumentation: Welcher Link wo im Einsatz ist, wer ihn gebaut und wer ihn geprüft hat, steht an einem Ort.

Worauf Sie beim Prüfen achten, zeigt der Leitfaden Kampagnenstart ohne kaputte Links.

Prüfung und Dokumentation als Nachweis

Für eine Agentur ist die Prüfung vor dem Start mehr als Qualitätssicherung. Sie ist der Nachweis, dass die Arbeit stimmt. Fragt der Kunde Monate später, warum ein Link so aussah oder warum ein Kanal im Bericht fehlt, haben Sie die Antwort, wenn festgehalten ist, wer wann was geprüft und freigegeben hat. Ohne diese Spur suchen Sie in alten Mails. Mit ihr kann der Kunde nachvollziehen, woher seine Zahlen kommen, und vertraut dem Bericht mehr.

Wenn der Kunde Sie einlädt

Viele Unternehmen haben ihre Konvention schon, bevor die Agentur kommt. Dann arbeiten Sie in ihrem Standard:

  • Lassen Sie sich die aktuelle Liste der erlaubten Werte geben, nicht eine Kopie vom letzten Jahr.
  • Fehlt ein Wert, fragen Sie ihn an und begründen Sie kurz, wofür Sie ihn brauchen. Der Kunde entscheidet, danach gilt der Wert für alle, die für ihn arbeiten.
  • Für feinere Unterscheidungen in Inhalt oder Platzierung haben Sie meist mehr Freiheit, solange die Schreibweise stimmt.
  • Weicht die Konvention des Kunden von Ihrer Gewohnheit ab, gilt die des Kunden.

Übergabe beim Agenturwechsel

Jede Zusammenarbeit endet irgendwann. Planen Sie das von Anfang an ein: Links, Konvention und Tracking-Dokumentation liegen dort, wo der Kunde sie ohne Sie findet. Laufende Links, besonders gedruckte, bleiben unverändert in Betrieb. Das schwächt Ihre Position nicht, es stärkt sie: Ein Kunde, der weiß, dass er alles behält, sagt leichter Ja zu Ihrem Vorschlag. Was Unternehmen beim Wechsel sichern, beschreibt der Leitfaden Agentur wechseln ohne Datenverlust.

Feinwerk Campaigns

In Feinwerk Campaigns bekommt jeder Kunde einen eigenen Arbeitsbereich mit seiner eigenen Konvention, und Sie arbeiten mit allen Kunden in einem Login. Lädt Ihr Kunde Sie ein, arbeiten Sie kostenlos in seinem Standard. Hat er noch keinen Arbeitsbereich, richten wir ihn im Pilot für Sie ein: Ihr Kunde wird Eigentümer, gibt Ihrer Agentur Zugriff und kann den Arbeitsbereich jederzeit übernehmen. Jede Prüfung, jede Freigabe und jede Änderung steht im Verlauf. Kunden selbst anzulegen Geplant und Vorlagen für Konvention und Checkliste auf Agenturebene Geplant sind geplant. Wie die Einladung funktioniert, steht im Handbuch unter Team und Agenturen einladen, wie Sie neue Werte anfragen, unter Werte anfragen und freigeben. Beide Wege im Detail zeigt die Seite Für Agenturen. Für den Pilot melden Sie sich über die Pilotseite.

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